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(c) Ewald Mord
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Regionalmuseum Murtal für Ur- und Frühgeschichte

 

Angeregt durch die zahlreichen Grabungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre, konnte der AKF nun ein weiteres Projekt ins Leben rufen. Dabei geht es um die Errichtung eines regionalen Ur- und Frühgeschichte Museums in Judenburg, das im ehemaligen Minoritenkloster der Stadt, in der Herrengasse 12, entstehen wird.

 

Die Vision, die hinter dem Museum steht, präsentiert sich so facettenreich, wie die geheimnisvollen Entdeckungen, die rund um den Falkenberg gemacht wurden.

Die fürstlichen Hinterlassenschaften des Falkenbergs, darunter der Nachweis einer mehrere tausend Menschen fassenden Besiedelungsanlage aus der Hallstattzeit samt Gräberfeld, sind Zeugen einer hoch entwickelten Kultur, die durch den Abbau und die Erzeugung von Eisen und durch ihre weitreichenden Handelsbeziehungen entlang der Hallstattstraße, gekennzeichnet ist.

 

Diese Erkenntnisse liefern den eindeutigen Beweis, dass der weltberühmte Kultwagen von Strettweg in ein hochentwickeltes kulturelles Umfeld eingebettet war. Eine der Hauptziele des AKF ist es daher, diese unglaublich spannende Geschichte der Region in einem modernen  Museum zu präsentieren.

 

Die Räumlichkeiten warten auf eine spannende Ausstellung:

 

Im Herbst 2017 wurde mit den Sanierungsarbeiten im Ostflügel des ehemaligen Minoritenklosters begonnen. Die Räumlichkeiten sind nun nach knapp über einem Jahr intensiver Arbeit und mithilfe des städtischen Bauhofs fertig renoviert. 

 

Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung und unter den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes. Mit den  Baumaßnahmen wurden im Wesentlichen zwei Ziele erreicht. „Die bereits zum Teil beschädigte Substanz wurde bautechnisch nachhaltig saniert. Weiters brachte man die Infrastruktur auf den neuesten Stand der Technik.“, erklärt Architekt Dipl. Ing. Hans Baier. Nachträgliche Einbauten wurden entfernt und die einzelnen Räume über Durchbrüche miteinander verbunden. Boden und Wände sind in hellen Tönen gehalten und geben den Blick frei auf die Ausstellungselemente sowie auf die historischen Charakteristika der Räumlichkeiten.

 

Die von Alexander Kada geplante Dauerausstellung wird einen Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spannen. Neben der Präsentation von hallstattzeitlichen Funden aus den vier Gräbern in Strettweg und Waltersdorf zeigt die Ausstellung, wie sich unsere heutige Gesellschaft historisch entwickelt hat und was wir daraus für eine positive Zukunftsgestaltung lernen können. In der Gestaltung, wie auch in der Vermittlung der Inhalte werden neue Wege beschritten. Hallstattzeit und Archäologie werden sowohl für interessierte Laien als auch für Fachleute spannend aufbereitet. „Der Arbeitskreis und die Stadt Judenburg haben mit der Revitalisierung der Museumsräumlichkeiten sehr gute Bedingungen geschaffen, um dieses Museum in Judenburg in ein internationales Museums-Netzwerk mit vielen positiven Begleiterscheinungen in gesellschaftlicher Hinsicht einzuspannen.“, so Alexander Kada.

 

Über weitere Details werden wir Sie laufend informieren!